Geschichte vom Bier

Geschichte des Bieres
Die Geschichte des Bieres reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück: Bier ist eines
der ältesten alkoholischen Getränke. Es ist vermutlich der Menschheit bekannt, seit sie vor
etwa 10.000 Jahren Getreide zu sammeln und zufällig entdeckten, dass Getreidebrei, den
man einige Tage stehen ließ, zu gären anfing.

Mitteleuropa
Als Alltagsgetränk hatte Bier aufgrund seiner günstiger zu beschaffenden Rohstoffe wie dem
Getreide eine weitaus größere Verbreitung als der Met war. Archäologische Funde von
Trinkhörnern mit darin erhaltenen Resten von Bier oder Met deuten an, dass das Trinken aus
Hörnern allenfalls zu besonderen Anlässen üblich war.

Antike
Bei den Römern hieß das Bier Cervisia, nach der Göttin der Feldfrüchte, Ceres. Bier galt als
das Hauptgetränk der Germanen; als Zutaten wurde Gerste oder Weizen angegeben.
Außerdem wird berichtet, dass die Germanen zwar Hunger und Kälte gut ertragen, nicht aber
den Durst.
Archäologische Funde von Gefäßen mit Bierresten belegen, dass auch in provinzialrömischen
Städten des Nordens die Bierbrauerei betrieben wurde.
Um die Alkohol- oder Rauschwirkung zu erhöhen, wurden auch psychotrope Kräuter wie
Bilsenkraut, Stechapfel und Porst zugesetzt.

Heute
In Deutschland darf Bier bis heute grundsätzlich nur nach dem Deutschen Biersteuergesetz
gebraut werden, das weitgehend auf dem Bayrischen Reinheitsgebot von 1516 beruht.
Demnach darf untergäriges Bier nur aus Wasser, Hopfen, Gerstenmalz und Hefe hergestellt
werden, bei obergärigem Bier dürfen auch andere Malze sowie Glukosesirup und
Zuckercouleur verwendet werden. Lediglich bei europarechtlichem Bezug (häufigster
Anwendungsfall: ausländischer Brauer will sein Bier auf dem deutschen Markt verkaufen) ist
die Herstellung und der Vertrieb von Bieren mit anderen Zusätzen erlaubt.
Bis zur ersten Jahrtausendwende war das Brauen in erster Linie Frauensache. Erst nachdem
die Mönche auf die Idee kamen, flüssiges Brot für die Fastenzeit zu schaffen, wurden die
Frauen von ihrer Aufgabe zu brauen verdrängt. Den Mönchen haben wir den Hopfen im Bier
zu verdanken.
Wasser, Hopfen und Gerste wurden erst mit dem Reinheitsgebot von 1516 durch Herzog
Wilhelm IV zu den einzigen Bestandteilen von Bier. Die Not einerseits und zum anderen die
Erfahrung , daß nicht alles zum Brauen geeignet ist, machte diesen Erlaß notwendig. Der
größte Teil der lebensnotwendigen Getreideernte wurde mitunter zum Brauen verwendet. Die
Gerste mit ihrem hohen Anteil an Spelzen war zum Brotbacken schlecht geeignet und wurde
meist nur an die Tiere verfüttert.
Zum Brauch wurde das Biertrinken auch bei unseren germanischen Vorfahren. Das belegen
zahlreiche Funde von Bieramphoren aus der Zeit um 800 vor Christus. Bei den Germanen fiel
das Bierbrauen übrigens in den Aufgabenbereich der Frauen.

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